Impressum für Podcaster: Rechtssicher podcasten ohne private Adresse
Podcasts sind längst mehr als ein Hobby. Viele Formate werden regelmäßig veröffentlicht, erreichen eine wachsende Hörerschaft und dienen nicht selten auch der Eigenwerbung oder Monetarisierung. Genau an diesem Punkt stellt sich für viele Podcaster eine zentrale Frage: Brauche ich ein Impressum – und wenn ja, mit welcher Adresse? Besonders heikel wird es, wenn die private Wohnanschrift öffentlich gemacht werden müsste. In diesem Beitrag erfährst du, wann ein Impressum für Podcaster erforderlich ist, wo es eingebunden werden muss und wie du mit einer ladungsfähigen Adresse deine Privatsphäre schützen kannst.
Inhaltsverzeichnis
Brauche ich als Podcaster ein Impressum?
Ein Podcast benötigt immer dann ein Impressum, wenn er nicht rein privat betrieben wird. Entscheidend ist dabei nicht, ob du bereits Einnahmen erzielst, sondern ob dein Podcast geschäftsmäßig ist oder Inhalte mit Außenwirkung veröffentlicht. Davon ist in der Regel auszugehen, wenn du regelmäßig Inhalte veröffentlichst und damit dauerhaft öffentlich auftrittst. Auch die Einbindung von Werbung, Affiliate-Links, Spendenmöglichkeiten oder Unterstützerprogrammen führt dazu, dass ein Impressum erforderlich wird.
Zusätzlich kann eine Impressumspflicht bestehen, wenn dein Podcast journalistisch-redaktionelle Inhalte enthält. Darunter fallen zum Beispiel meinungsbildende Beiträge, Kommentare, politische oder gesellschaftliche Einordnungen, Interviews mit inhaltlicher Bewertung oder Formate, die der Information und Meinungsbildung dienen. Selbst wenn dein Podcast in erster Linie informativ oder unterhaltend ist, kann bereits die Nutzung zur Eigenwerbung – etwa für Dienstleistungen, Bücher oder andere Projekte – eine Impressumspflicht auslösen. Sobald dein Podcast also über ein rein gelegentliches, privates Projekt hinausgeht, solltest du dich mit dem Thema Impressum beschäftigen.
Wo muss das Impressum beim Podcast angegeben werden?
Das Impressum muss so eingebunden sein, dass es für Nutzer leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar ist. Diese Anforderungen ergeben sich aus § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG). Dabei ist weniger entscheidend, an welcher konkreten Stelle das Impressum steht, sondern dass es ohne Umwege erreichbar ist. Viele Podcaster lösen dies über eine eigene Podcast-Webseite, auf der das Impressum fest integriert und über das Hauptmenü oder den Footer verlinkt ist.
Alternativ kann auch eine externe Impressumsseite genutzt werden, auf die klar und eindeutig verwiesen wird. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn dein Podcast keine eigene Webseite hat. In diesem Fall kann der Impressumslink in den Shownotes, im Podcast-Profil auf Hosting-Plattformen oder über einen zentralen Link, etwa eine Profil- oder Linkseite, eingebunden werden. Entscheidend ist, dass der Link eindeutig als „Impressum“ erkennbar ist, dauerhaft erreichbar bleibt und klar deinem Podcast zugeordnet werden kann. Versteckte Hinweise oder schwer auffindbare Verlinkungen reichen nicht aus.
Die Lösung für Podcaster: unsere ladungsfähige Adresse
Mit dem Service von flexdienst kannst du eine ladungsfähige Adresse nutzen, die gezielt für den Einsatz in rechtlich relevanten Bereichen vorgesehen ist. Diese Adresse erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an eine ladungsfähige Anschrift und kann – abhängig vom gebuchten Paket – nicht nur im Podcast-Impressum, sondern auch in weiteren Kontexten wie der Datenschutzerklärung, in der E-Mail Signatur, in AGB oder auf deiner Podcast-Webseite verwendet werden.
Eingehende Post wird für dich entgegengenommen und digital aufbereitet, sodass du jederzeit informiert bleibst, ohne selbst vor Ort sein zu müssen. So stellst du sicher, dass dein Podcast rechtlich erreichbar bleibt, während deine private Wohnadresse geschützt wird und nicht öffentlich erscheint.
Reicht das Impressum der Podcast-Plattform aus?
Eine häufige Frage von Podcastern ist, ob das Impressum der jeweiligen Plattform – etwa des Podcast-Hosters oder Streaming-Dienstes – ausreicht. Das ist in der Regel nicht der Fall. Zwar verfügen Plattformen selbst über ein eigenes Impressum, dieses bezieht sich jedoch ausschließlich auf den Plattformbetreiber und nicht auf deinen Podcast als eigenständiges Angebot.
Sobald du als Podcaster eigenverantwortlich Inhalte veröffentlichst, giltst du rechtlich als Anbieter dieses Podcasts. Das bedeutet, dass du auch selbst ein Impressum bereithalten musst, sofern dein Podcast impressumspflichtig ist. Nutzer müssen klar erkennen können, wer für die Inhalte verantwortlich ist und wie diese Person oder dieses Projekt erreichbar ist. Das Plattform-Impressum ersetzt diese Pflicht nicht, da es keine Zuordnung zu deinem konkreten Podcast herstellt.
Aus diesem Grund ist es wichtig, dein eigenes Impressum entweder direkt über eine verlinkte Seite oder über einen eindeutig gekennzeichneten Impressumslink bereitzustellen. So stellst du sicher, dass dein Podcast rechtlich korrekt aufgestellt ist – unabhängig davon, über welche Plattform er verbreitet wird.
Was muss im Podcast-Impressum enthalten sein?
Wenn dein Podcast impressumspflichtig ist, muss das Impressum bestimmte Mindestangaben enthalten. Grundlage dafür ist § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG). Das Gesetz legt fest, welche Informationen Diensteanbieter für geschäftsmäßige digitale Angebote bereithalten müssen. Diese Angaben sollen es Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, eindeutig zu erkennen, wer für den Podcast verantwortlich ist und wie diese Person oder dieses Unternehmen erreichbar ist.
Zwingend erforderlich ist zunächst der Name des Anbieters sowie eine ladungsfähige Anschrift, unter der du tatsächlich erreichbar bist. Bei natürlichen Personen ist dies der vollständige Vor- und Nachname, bei Unternehmen zusätzlich die Rechtsform sowie – sofern relevant – vertretungsberechtigte Personen. Darüber hinaus müssen Kontaktmöglichkeiten angegeben werden, die eine schnelle elektronische Kommunikation ermöglichen, insbesondere eine E-Mail-Adresse.
Je nach Art deines Podcasts und deiner Tätigkeit können weitere Angaben erforderlich sein. Dazu zählen beispielsweise Informationen zu einer zuständigen Aufsichtsbehörde, falls dein Podcast einer behördlichen Zulassung unterliegt, oder Angaben zu Registereinträgen, wenn du etwa als Unternehmen im Handelsregister geführt wirst. Auch eine vorhandene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer muss im Impressum genannt werden, sofern du über eine solche verfügst.
Wichtig ist dabei, dass nicht jeder Punkt aus dem Gesetz automatisch auf jeden Podcast zutrifft. Welche Angaben im konkreten Fall erforderlich sind, hängt von deiner individuellen Situation ab – etwa davon, ob du als Privatperson oder Unternehmen auftrittst, ob du bestimmte reglementierte Tätigkeiten ausübst oder ob dein Podcast zusätzliche medienrechtliche Anforderungen erfüllt. Unabhängig davon gilt jedoch: Name, ladungsfähige Adresse und eine erreichbare Kontaktmöglichkeit gehören immer ins Podcast-Impressum.
Die gesetzlichen Anforderungen ergeben sich aus § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG):
https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html
Fazit: Podcast betreiben, ohne die private Adresse zu veröffentlichen
Ein Podcast ist rechtlich mehr als nur ein Audioformat. Sobald du regelmäßig Inhalte veröffentlichst, redaktionell tätig wirst oder deinen Podcast nicht mehr rein privat betreibst, greifen die gesetzlichen Anforderungen an digitale Dienste. Das betrifft nicht nur die Frage, ob ein Impressum erforderlich ist, sondern auch wie es eingebunden wird und welche Angaben enthalten sein müssen. Gerade die Vorgaben aus dem Digitale-Dienste-Gesetz machen deutlich, dass Transparenz und Erreichbarkeit für Nutzer eine zentrale Rolle spielen.
Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass die Veröffentlichung der privaten Wohnadresse für viele Podcaster problematisch ist. Reichweite, persönliche Themen oder kontroverse Inhalte erhöhen das Bedürfnis nach Privatsphäre deutlich. Wichtig zu wissen ist daher: Auch wenn eine ladungsfähige Adresse im Impressum verpflichtend ist, muss dies nicht zwangsläufig die eigene Privatanschrift sein.
Mit einer ladungsfähigen Adresse von flexdienst kannst du dein Podcast-Impressum rechtssicher umsetzen und gleichzeitig deine private Adresse schützen. So schaffst du eine klare Trennung zwischen deinem privaten Umfeld und deinem Podcast-Projekt und legst eine saubere, professionelle Grundlage für einen langfristigen und rechtssicheren Betrieb.